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Versickerung von Niederschlagswasser

Das in Siedlungsbereichen anfallende Niederschlagswasser wur-
de bisher aus Gründen der Risikominderung und eines vermeint-
lichen Entwässerungskomforts über Kanalisationssysteme und begradigte Vorfluter möglichst schnell abgeleitet. Diese Vorgeh-
ensweise führte zum schnellen Auftreten von Hochwasserereig-
nissen am Unter- und Mittellauf von Flüssen sowie zu einer ver-
ringerten Grundwasserneubildung. Bei - vor allem in Ballungs-
zentren - hohem Trinkwasserbedarf ist Wasserknappheit die Folge. Die Folge davon war, dass der Wassernotstand in ein-
zelnen Regionen bereits ausgerufen werden musste.

Nicht alle für eine Versickerung von Niederschlagswasser zur Verfügung stehenden Flächen sind jedoch für die Versickerung geeignet. Die Versickerungsmöglichkeit richtet sich hier nach den meist auch kleinräumig sehr unterschiedlichen bodenkundlichen, hydrogeologischen und hydrologischen Verhältnissen des Stand-
ortes. Diese sind durch geeignete Untersuchungsmethoden zu ermitteln und hinsichtlich der Versickerungseignung zu bewer-
ten.

Der zweite wichtige Faktor für die Bewertung der Versickerungs-
eignung von Standorten ist der Schutz des Grundwassers vor einem möglichen Schadstoffeintrag mit dem versickerten Nieder-
schlagswasser. Das natürliche Reinigungsvermögen des Bodens und hier vor allem der stark belebten oberen Bodenhorizonte sollte deshalb bei einer Niederschlagsversickerung soweit wie möglich erhalten bleiben. Weiterhin sollte zwischen dem Grund-
wasser und der geplanten Versickerungssohle eine ausreichend mächtige Bodenschicht vorhanden sein, die eine Reinigung des versickernden Wassers gewährleisten kann. Dies wird für eine mindestens 1,5 m mächtige Schicht im Allgemeinen angenom-
men.

Stets muss auch gewährleistet sein, dass kein schadstoffbelas-
tetes, sondern nur nicht schädlich verunreinigtes Niederschlags-
wasser zur Versickerung gelangt.
Einen weiteren wichtigen Aspekt der Versickerungseignung stellt die Vorbelastung des Bodens mit Schadstoffen dar. Bei der Pla-
nung und Einrichtung von Versickerungsanlagen ist deshalb da-
rauf zu achten, dass sich im Untergrund keine Kontaminationen aus Altstandorten und Altablagerungen, von denen akute oder latente Gefahren ausgehen können, befinden.

Im Bereich Niederschlagsversickerung bieten wir folgende Dienstleistungen an:

  • Gutachten zur Versickerungseignung des Bodens und Untergrundes für die Regenwasserversickerung von Baugebieten
  • Gutachten zur Anlagenauslegung bei der Niederschlags-
    versickerung
  • Bodenkartierungen zur Bewertung der Versickerungs-
    eignung des Boden und des Untergrundes

Demonstrationsversuche zur Versickerung von Regenwasser
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